Solidaritätsbekundungen

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[Bearbeiten] Studierendenparlament

Beschluss des StuPa vom 19.11.2009:

Resolution für eine bessere, emanzipatorische, demokratische und gebührenfreie Hochschulbildung.

Solidarität mit den Studierenden-Protesten

Auf seiner sechsten ordentlichen Sitzung am 19.11.2009 hat das Studierenden-parlament der Bergischen Universität Wuppertal folgenden Beschluss gefasst:

  1. Das Studierendenparlament der Bergischen Universität Wuppertal erklärt sich solidarisch mit den zahlreichen Studierenden-Protesten und Besetzungen an deutschen und europäischen Universitäten im Rahmen der »Global Week of Action – Education is not for Sale!« (09. November - 18. November) für eine bessere, emanzipatorische, demokratische und gebührenfreie Hochschulbildung. Viele Studierende haben damit auch in Wuppertal die Forderungen des Bildungsstreiks im Juni 2009 nochmals bekräftigt, die bisher nicht oder nur kaum umgesetzt wurden.
  2. Wir begrüßen insbesondere die Gemeinsamkeit von SchülerInnen und Studierenden, die sich in Wuppertal auf eindrucksvolle Art und Weise gezeigt hat und hoffen, dass alle Betroffenen auch künftig gemeinsam an der Verbesserung des Bildungssystems arbeiten.
  3. Wir fordern das Rektorat der Bergischen Universität erneut auf, den Forderungskatalog des Wuppertaler Bildungsstreiks im Dialog mit den Studierenden und Lehrenden umsetzen. Der AStA und VertreterInnen der Bildungsstreikgruppe sollen dabei die Interessen der Studierenden gegenüber der Hochschulleitung vertreten.
  4. Die KultusministerInnen rufen wir dazu auf, die Implementierung des Bologna-Prozesses zusammen mit den Betroffenen kritisch zu überprüfen und sich für eine bessere öffentliche Finanzierung der Hochschulen einzusetzen.
  5. Das Studierendenparlament verurteilt den Einsatz von polizeilicher Gewalt bei der Räumung von besetzten Hörsälen und spricht sich für gleichberechtigten Dialog statt Konfrontation aus. Studierenden, die sich für die Zukunft der Bildung einsetzen, dürfen keine juristische Konsequenzen aus den Besetzungen drohen!
  6. Wir laden alle interessierten Studierende und Lehrende dazu ein, die Forderungen und weiteren Aktionsformen im Rahmen des Studierendenparlaments kontrovers zu diskutieren.
  7. Das Studierendenparlament der Bergischen Universität Wuppertal ruft alle Studierende und Lehrende auf, sich an der Kundgebung anlässlich der nächsten KMK-Konferenz am 10.12.2009 in Bonn zu beteiligen!

[Bearbeiten] Deutscher Gewerksschaftsbund

19. November 2009

Liebe Studierende der Universität Wuppertal sowie liebe Schülerinnen und Schüler,

der Deutsche Gewerkschaftsbund in der Region Düsseldorf-Bergisch Land erklärt sich solidarisch mit Ihrem/Euerem Streik. Wir begrüßen, dass Schülerinnen und Schüler und Studierenden sich für eine bessere Bildung an den Hochschulen einsetzen!

Die Gewerkschaften haben volles Verständnis für die Protestmaßnahmen. Vieles für das Sie eintreten/Ihr eintretet, ist auch von den Gewerkschaften schon seit langem bemängelt worden. Mangelhafte Ausstattung, zu kleine Hörsäle, zu wenig Personal bei gleichzeitig hohen Kosten durch die Studiengebühren und enorme Belastungen durch die komprimierten Bachelor- und Master-Studiengänge sind für die Studierenden ein ernsthaftes Problem. Wenn hier keine Veränderungen eintreten, werden wir alle schon bald Mangel an qualifiziertem akademischen Fachpersonal zu spüren bekommen. Daher wünschen wir Ihnen/Euch weiterhin Mut, Tatkraft und Ausdauer im Kampf um die Verbesserung der Bildungs-Situation in dieser Stadt und im ganzen Land.

Und mögen zunehmend die derzeit noch abseits Stehenden erkennen, dass sich Verhältnisse nur verändern, wenn Jede und Jeder selbst dazu beiträgt.

Viel Erfolg wünschen, mit dem DGB an Euerer Seite,

Klaus Reuter, Regionsvorsitzender Guido Grünung, Regionalsekretär Thomas Ziegler, Jugendbildungsreferent

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