Forderungen

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Forderungen vom Bildungsstreik im Sommer 2009



Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Präambel

Eine neue Welle des Bildungsprotests geht derzeit durch Deutschland. Weltweit sind in mehr als 130 Bildungsanstalten besetzt, in Deutschland sind es über 70. In Wuppertal haben wir am Mittwoch, den 18.11.09, den Hörsaal 21 friedlich besetzt.

Universitäten und Schulen dürfen nicht Orte einer Ausbildung sein, die in erster Linie auf wirtschaftliche Verwertbarkeit abzielt. Eine breitgefächerte, wissenschaftlich fundierte und humanistische Bildung ist ebenso berufsqualifizierend und notwendig für eine funktionierende Wirtschaft wie eine praxisorientierte Ausbildung. Die Pflege und Entwicklung der Wissenschaften durch Forschung, Lehre und Studium mit einem breiten Fachangebot ist zudem tragendes Element unserer kulturellen Gemeinschaft.

Wir wollen unsere Zeit nicht mit auswendig Lernen verschwenden, um möglichst viele Klausuren zu bestehen. Wir wollen viel mehr selbstbestimmtes kritisches Hinterfragen, sowie konstruktives und abstraktes Denken lernen. Diese Fähigkeiten sind grundlegend für unsere Gesellschaft und ihr politisches System. Eine Erziehung zur Unmündigkeit lehnen wir ab.

Wir betrachten aktuelle Entwicklungen in unserem Bildungssystem überaus kritisch und fordern umfangreiche Veränderungen. Wir betonen, dass wir diese Forderungen aus Sorge um die Zukunft, sowohl unserer als auch die künftiger Generationen stellen. Wir verfolgen keinerlei parteipolitische Interessen, sondern haben lediglich das Wohl unserer Gesellschaft im Auge.

Wir solidarisieren uns mit den streikenden Studierenden, Schülern und Auszubildenen der Bildungsinstitutionen weltweit. Den zentralen Forderungen des bundesweiten Bildungsstreiks im Sommer 2009 wollen wir Nachdruck verleihen und für eine gute Lehre an der Universität Wuppertal und andern Orts kämpfen.

Dieser Katalog basiert auf den Forderungen des Bildungsstreiks im Sommer und wurde im Hörsaal 21 überarbeitet und erweitert.

[Bearbeiten] Forderungen an den Bundestag, den Bundesrat und die Bundesregierung

Die Hauptverantwortung für Bildung liegt zwar bei den Bundesländern, der Bund setzt aber insbesondere im Hochschulbereich wichtige Rahmenbedingungen. Der Bund ist ebenso gefragt, weil er die Minister der Länder an einen Tisch bringt und so wichtige Initiativen starten kann.


[Bearbeiten] Klare Zuständigkeit

Der Bund muss grundsätzlich für Bildung zuständig sein. Die reine Zuständigkeit der Länder für Bildung durch die Förderalismusreform muss zurückgenommen werden.


[Bearbeiten] Klare Finanzierung

In Artikel 115 des Grundgesetzes ist festgelegt, dass die Kreditaufnahme von Bundes- und Länderhaushalten nicht die Menge der getätigten Investitionen überschreiten darf. Diese Regelung ist notwendig, um die Verschuldung der öffentlichen Haushalte zu begrenzen. Wir fordern, dass das Grundgesetz dahingehend geändert wird, dass Bildungsausgaben als Investitionen definiert sind. Wir fordern, dass auf Bundesebene einheitliche Regelungen zur Transparenz der Hochschulfinanzierung geschaffen werden. Dies bezieht sich sowohl auf die Verteilung innerhalb der Universität als auch auf die Einnahmen aus staatlichen Geldern, Drittmitteln und Studiengebühren.

Bezüglich der Drittmittel fordern wir, dass festgelegt wird, dass das durch diese Investitionen frei werdende Budget auf Fachbereiche verteilt werden muss, die eben keine Drittmittelunterstützung bekommen.

Wir lehnen es ab, dass der Anteil für Bildungsausgaben im Staatshaushalt schön gerechnet wird. Pensionszahlungen für Professorinnen und Professoren, Lehrerinnen und Lehrer dürfen auch zukünftig nicht als Bildungsausgaben bezeichnet werden. Wir fordern dringend eine Regelung durch die Bundesregierung.


[Bearbeiten] Bessere Lehr- und Lernbedingungen

[Bearbeiten] An Schulen

Deutschland setzt als eines der letzten Länder auf das dreigliedrige Schulsystem als Sortiermaschine der Heterogenität. Wir fordern eine intelligent differenzierende Einheitsschule, die mit temporären, pubertätsbedingten Leistungsschwankungen umgehen kann. 80 000 Schulabbrecherinnen und Schulabbrecher pro Jahr sind ein Versagen des Systems, nicht der Schüler. Wir wollen eine Schule, die auf die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler eingeht, soziale Gleichheit garantiert und somit auch benachteiligte Schüler effizient fördert. Es ist dringend notwendig, mehr Lehrpersonal einzustellen und die Klassengrößen klein zu halten.

Wir fordern außerdem die Abschaffung der Kopfnoten.


[Bearbeiten] An Universitäten

Gute Lehre muss als Profilierungsmerkmal für die Hochschulen das gleiche Gewicht gewinnen wie gute Forschung. Für bessere Studienbedingungen und gute Lehre in den neuen Bachelor- und Master-Studiengängen benötigen die Hochschulen zusätzliche Mittel von Bund und Ländern. Mit dem zusätzlichen Geld müssen gezielt mehr feste Personalstellen an den Hochschulen geschaffen werden, und zwar sowohl bei Professorinnen und Professoren wie auch im akademischen Mittelbau. Ungefähr 36 Prozent eines Altersjahrgangs beginnen das Studium, 22 Prozent schließen es ab. Die Abbrecherquoten sind betriebs-, volks- und individualwirtschaftlich ein Skandal. Bessere Studienbedingungen sind deshalb dringend notwendig.


[Bearbeiten] Kritische Überprüfung der Bologna-Reformen

Die Umsetzung des Bologna-Prozesses muss gemeinsam von Politik, Hochschulleitungen und Studierenden kritisch überprüft werden. Wir wollen mehr Wahlfreiheit, entschlackte Studienordnungen und eine verbesserte Praxisorientierung. Nationale und internationale Mobilität im Studium muss endlich Realität werden. Jedem Bachelor-Absolventen muss es freistehen, einen Master-Abschluss zu erwerben.


[Bearbeiten] Soziale Gerechtigkeit

In keinem anderem europäischen Land hängen die Bildungschancen so sehr vom sozialen und finanziellen Status der Eltern ab. Dies ist nicht akzeptabel.

Deutschland ist das einzige Land der OECD, in dem die Akademikerquote der heutigen 55- bis 64-Jährigen genauso hoch wie bei den 25- bis 34-Jährigen. Eliten reproduzieren sich aus sich selbst, ohne soziale Mobilität. Wir brauchen deshalb nicht nur einen klaren Fahrplan zur Abschaffung der Studiengebühren, sondern zur Abschaffung aller Gebühren im Bildungsbereich. Wir fordern, Gebührenfreiheit für Bildung im Grundgesetz zu verankern.

Wir fordern von der Bundesregierung konkrete Maßnahmen zur Weiterentwicklung und Stärkung des BAföG. So muss das BAföG regelmäßig an die Lebenshaltungskosten angepasst, die Altersgrenze angehoben werden und der Bezug künftig auch bei Teilzeit- und Masterstudiengängen möglich sein. Die BAföG-Sätze müssen erhöht und die Freibeträge angehoben werden. Langfristig fordern wir elternunabhängiges BAföG.

Wir fordern, das Kindergeld nicht länger streng an einer Altersgrenze zu bemessen, sondern es abhängig von der Ausbildung zu machen.

[Bearbeiten] Open Access

Die Publikationen aus staatlich finanzierter oder geförderter Forschung und Lehre werden oft in kommerziellen Verlagen publiziert, deren Qualitätssicherung von ebenfalls meist staatlich bezahlten Wissenschaftlern übernommen wird. Auch an der Universität Wuppertal kommt es vor, dass Skripte als Buch gekauft werden.

Die Publikationen werden (zumindest teilweise) nicht einmal den Bibliotheken der Forschungseinrichtungen kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Steuerzahler kommt also dreifach (Produktion, Qualitätssicherung, Nutzung) für die Kosten der Publikationen auf, während private Verleger den Gewinn abschöpfen.

Wir fordern den Zugang des wissenschaftlichen Erbes der Menschheit über das Internet nach dem Prinzip des Open Access. Es ist Aufgabe des Staates, dieses Prinzip an den von ihm finanzierten und geförderten Einrichtungen durchzusetzen.


[Bearbeiten] Mehr Demokratie wagen

Wir wollen, sowohl an Universität als auch an Schulen, eine Einbindung aller Beteiligten. Ein Mitspracherecht muss auf Bundesebene gesetzlich verankert werden. Demokratie auch praktisch im Kleinen zu erlernen ist wichtige Vorraussetzung für das Funktionieren der Demokratie in Deutschland. Es geht darum, mündige Bürgerinnen und Bürger zu haben, und eben keine reinen Konsumenten, keinen Homo oeconomicus. Daher fordern wir die tatsächliche demokratische Mitwirkung aller Beteiligten, sowohl für Studierende als auch für SchülerInnen, im Bildungssystem durch Parität in den Entscheidungsgremien.


[Bearbeiten] Keine strafrechtliche Verfolgung

Wir fordern die Regierung auf, über Probleme im Bildungssystem offen zu reden und den Schülerinnen, Schülern und Studierenden zuzuhören. Strafrechteliche Folgen für Menschen, die sich friedlich für Verbesserungen einsetzen, sind abzulehnen. Wir fordern die Bundesregierung, aber auch den Bundestag und jedes einzelne Mitglied dessen dazu auf, sich solidarisch zu erklären. Sämtliche Strafanzeigen, die im Rahmen des Bildungsstreiks ausgesprochen wurden, sind zurückzuziehen.


[Bearbeiten] Ausbildung als Hochschulzugangsberechtigung

Die Öffnung des Zugangs zu Bildung und die Öffnung der Übergänge zwischen den einzelnen Bildungsinstitutionen kommt eine wichtige gesellschafts- und bildungspolitische Bedeutung zu. Die Abschottung von akademischer und beruflicher Bildung muss ein Ende haben.

In NRW sind die Hürden für beruflich Qualifizierte beim Hochschulzugang noch immer zu hoch, zu intransparent und für zu viele abschreckend. Dabei stehen die akademischen Leistungen beruflich Qualifizierter denen der Abiturienten in nichts nach. Gerade der dritte Bildungsweg bietet die große Chance, mehr Studierende für Technik- und Naturwissenschaften zu mobilisieren. Wer eine Berufsausbildung abgeschlossen hat, muss ohne Hürden studieren können. Wir fordern, eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung deshalb anderen Formen des Hochschulzugangs gleichzustellen.


[Bearbeiten] Abschaffung des "Turbo-Abiturs"

Das Modell der Schulzeitverkürzung erhöht den Druck an den Gymnasien massiv. Schon ab der fünften Klasse haben Schülerinnen und Schüler deutlich mehr Unterricht als früher. Tage mit sieben oder acht Unterrichtsstunden auch bei den Jüngsten sind zum Normalzustand geworden. Zur täglichen Aneinanderreihung der Unterrichtsstunden muss der gleiche Stoff wie vor der Schulzeitverkürzung, allerdings in kürzerer Zeit, gepaukt werden. Hinzu kommen Hausaufgaben und das Lernen für Klausuren und Tests.

Damit haben die Schülerinnen und Schüler einen Alltag, der einem gut beschäftigen Erwachsenen alle Ehre machen würde. Für Hobbys, für persönliche Interessen oder für ehrenamtliches Engagement bleibt dabei keine Zeit. Kinder und Jugendliche an den Gymnasien werden durch das Turbo-Gymnasium um die Zeit für Freundinnen und Freunde, um notwendige Entspannung und Muße, ja in großem Maße auch um ihre Kindheit gebracht. Jugendtherapeutinnen und Jugendtherapeuten berichten von zunehmender Schulangst und von der Ausweitung psychosomatischer Beschwerden bei Kindern und Jugendlichen, die im direkten Zusammenhang mit dem zunehmenden Druck an den Gymnasien stehen.

Das Turbo-Abitur führt zudem dazu, dass es für Schülerinnen und Schüler immer schwieriger wird, bereits während der Schulzeit Auslandserfahrungen zu sammeln. Zudem wird der Wechsel von einer Real- oder Hauptschule erschwert und das Bildungssystem weniger durchlässig. Wir fordern die Abschaffung des Turbo-Abiturs.

[Bearbeiten] Forderungen an das Land NRW

[Bearbeiten] Bildungsgebühren abschaffen

Niemand darf von einem Studium abgeschreckt werden. Dies ergibt sich sowohl aus der Forderung nach Chancengleichheit, als auch aus der Notwendigkeit, alle Bildungspotenziale unserer Gesellschaft auszuschöpfen. Studierwillige Menschen dürfen nicht durch finanzielle Hürden von einem Studium abgehalten werden. Studiengebühren stellen eine solche Hürde dar. Bildung sollte Aufgabe des Staates sein. Der Staat ist demnach auch in der Pflicht, die Finanzierung von Bildung und damit auch der Hochschulen und Schulen sicherzustellen. Wir fordern die Rücknahme aller Bildungsgebühren von der KiTa bis zur Hochschule. Wir lehnen jegliche Formen von Studiengebühren ab. Die Abschaffung aller Gebühren muss vom Land gegenfinanziert werden, Bildungseinrichtungen dürfen nicht weniger Geld zur Verfügung haben.

[Bearbeiten] Faire Finanzierung

Es ist nicht verwerflich, einen Teil der Finanzierung des Landes leistungsabhängig zu machen. Das Land muss aber auch die unterschiedlichen Situationen einiger Universitäten berücksichtigen. Die Reform der Landesregierung, einen Teil der Finanzierung vom Erwerb von Drittmitteln, der Absolventen- und der Promotionsquote abhängig zu machen, bedeutet insbesondere für die Bergische Universität erhebliche finanzielle Einbußen. Wir fordern, dass das Land seine Grundfinanzierung auf das Niveau wie vor der Reform zurückstellt oder die Mittel insgesamt dementsprechend anhebt.

Wir fordern, dass bei der leistungsorientierten Mittelverteilung der Schwerpunkt auf qualitative Leistungen in der Lehre gelegt wird. Für uns ist hier insbesondere die Studierendenerfolgsquote und die Ergebnisse der Evaluation der Lehre Maßstab.

[Bearbeiten] Mehr Demokratie wagen

Hochschulautonomie funktioniert nicht ohne Demokratie. In den letzten Jahren sind Entscheidungsstrukturen in die falsche Richtung verändert und Mitbestimmungsrechte abgebaut worden. Natürlich brauchen auch Universitäten effiziente Entscheidungswege und klare Verantwortlichkeiten. Hochschulen sind aber keine Unternehmen, auch wenn das Hochschulfreiheitsgesetz das anders darstellt.

Für uns ist dabei die demokratische Selbstverwaltung Ausdruck der Wissenschaftsfreiheit. Allen beteiligten Gruppen muss ein Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrecht eingeräumt werden, um die vielfältigen Aufgaben in Lehre und Forschung verantwortungsvoll erfüllen zu können.

Wir fordern, dass der Hochschulrat nur ein beratendes Gremium sein darf. Seine Mitglieder sollen nicht gewählt werden, weil ihre Unternehmen für Drittmittel sorgen, sondern sollen renommierte Personen aus Wissenschaft und Gesellschaft sein, die die Universität bei ihrer langfristigen Ausrichtung beraten sollen. Hochschulräte müssen transparent und demokratisch vom Senat gewählt werden.

[Bearbeiten] Mehr Frauen an Universitäten

Die Hochschulen in NRW sind noch weit von der Gleichstellung entfernt. Diese Feststellung lässt sich exemplarisch an den nachfolgenden Zahlen und Fakten bestätigen: Während der Anteil weiblicher Studierender 2007 in NRW bei 52 Prozent liegt, so beträgt der Anteil bei Promotionen 40 Prozent und bei Habilitationen nur noch bei 21 Prozent. Obwohl über die Hälfte der Hochschulabsolventen in der Regelstudienzeit Frauen sind, entfallen auf die Frauen nur 28 Prozent der Stellen für wissenschaftlichen Nachwuchs und nur 23,6 Prozent der Juniorprofessuren. Bei den Professuren entfallen sogar nur noch 14 Prozent der Stellen auf Frauen. Wir fordern eine nachhaltige Frauenförderung. Das Land muss die Hochschulen dahingehend unterstützen, dass der Frauenanteil dauerhaft auf 50 Prozent erhöht wird. Instrumente können eine leistungsorientierte Mittelverteilung oder die Einführung von Quotenregelungen sein.

[Bearbeiten] Kritische Überprüfung der Bologna-Reformen

Siehe Forderung Bund

[Bearbeiten] Forderungen an die Stadt Wuppertal

1972 wurde die Gesamthochschule gegründet, die sich seit 2003 Bergische Universität Wuppertal nennt. Maßgeblich daran beteiligt war der bekennende Wuppertaler und damalige NRW-Minister für Wissenschaft und Forschung, Johannes Rau. Obwohl Wuppertal seit 37 Jahren Hochschulstandort ist, und seit sieben Jahren auch Universitätsstadt, tragen wir diesen Titel weder offiziell, noch fühlen wir uns zumindest inoffiziell als solche.

Wir fordern, dass sich Wuppertal endlich als Universitätsstadt begreift. Für uns ist nicht nur der offizielle Titel entscheidend, sondern die konkreten Politik. Die Frage, ob Wuppertal es schafft, für Studierende attraktiv zu sein, ist auch mitentscheidend dafür, ob Studierende ihren Erstwohnsitz in die Stadt verlegen. Nur dann stellt sich die Frage, ob Studierende auch nach ihrem Studium in Wuppertal bleiben. Eben dies ist für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Wuppertal entscheidend.

[Bearbeiten] Endlich Universitätsstadt

Vieles beginnt mit Symbolpolitik. Es ist ein deutliches Zeichen, dass der Oberbürgermeister die Universität bei seinen „Zielen und Schwerpunkten“ (dargestellt auf www.wuppertal.de) nicht nennt.

Wir fordern, dass die Stadt Wuppertal offiziell den Namen Universitätsstadt annimmt und sich so ihrer Rolle bewusst wird. Wir fordern außerdem, dass die Stadt Wuppertal ein Leitbild als Universitätsstadt erarbeitet.


[Bearbeiten] Familienfreundliche Stadt

Die Situation für Studierende mit Kind an der Universität muss verbessert werden. Dazu ist es notwendig, dass Betreuungsplätze im Umfeld der Universität bereitgestellt werden. Es muss ebenfalls eine Familienberatung am Campus geben. Kooperationen von Stadt, Universität und Hochschulsozialwerk sind unausweichlich.

[Bearbeiten] Kürzungen im Bildungsbereich zurücknehmen

Die im Haushaltssicherungskonzept (HSK) vorgeschlagenen Kürzungen im Bildungsbereich lehnen wir ab.

Insbesondere die Erhöhung der Elternbeiträge in Kindertageseinrichtungen sowie im Bereich der Offenen Ganztagsschule um jeweils 10 Prozent lehnen wir ab. Der Verzicht auf Förderung der Schulbibliotheken ist ebenfalls nicht akzeptabel, sollen doch insbesondere Schülerinnen und Schüler mehr lesen. Die Kürzungen im Jugendbereich, sowohl für freie Träger als auch für städtische Jugendeinrichtungen, dürfen nicht umgesetzt werden.

[Bearbeiten] Service für Studierende

Der Service für Studierende seitens der Stadt muss ausgebaut werden. Zum Beispiel sollte eine Wohnungsbörse geschaffen werden. Wir fordern außerdem eine direkte Busverbindung aller Campi (Haspel, Grifflenberg und Freudenberg).

[Bearbeiten] Zweitwohnsteuer zurücknehmen

Wir fordern den Rat der Stadt auf, die Anfang 2007 eingeführte Zweitwohnsteuer endlich zurückzunehmen. Auch wenn diese einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes nach rechtmäßig ist, so wirkt sie auf Studierende nicht einladend.

[Bearbeiten] Forderungen an die Universität

Zunächst gilt: Alle Studierenden der Bergischen Universität Wuppertal sind in jedem Falle aufgerufen, ihre Gestaltungsmöglichkeiten wahrzunehmen. Ein bloßes Beschweren hilft kaum, will man wirklich etwas verbessern. Darum sind alle Studentinnen und Studenten aufgefordert, sich an Wahlen zu beteiligen, in Fachschaften stark zu machen und die Veränderungen an unserer Hochschule aufmerksam und kritisch zu verfolgen, um ggf. Verbesserungsvorschläge zu machen und etwaige Prozesse zu bewerten.

Vom Rektorat der Bergischen Universität fordern wir neben der Anerkennung der Missstände grundsätzlich, unsere Belange als Vertretung der Studierendenschaft der Bergischen Universität Wuppertal von der Politik mit allem Nachdruck einzufordern! Dies gilt insbesondere für jene Forderungen, deren Umsetzung noch nicht im Gange ist, oder als unmöglich angesehen wird. Eine Argumentation für irgendeinen der von uns kritisierten Zustände von Rektoratsseite auf reiner Sachzwangebene verurteilen wir aufs Schärfste, da sie entweder mangelnde Auseinandersetzung mit der aktuellen (Bildungs-) Politik, oder, schlimmer noch, deren Gutheißung vermuten lässt.

Selbstverständlich erklären Wir uns dazu bereit, aktiv und konstruktiv am Verbesserungsprozess der Zustände mitzuarbeiten, da Wir wissen, dass effektive und dauerhafte Veränderungen nur durch gemeinsamen Einsatz möglich sind.

Wir fordern die Studierenden und die Verantwortlichen der Bergischen Universität Wuppertal zum kooperativen Diskurs auf.

[Bearbeiten] Verbesserung der Lehre

[Bearbeiten] Einleitung und grundlegende Missstände

Die derzeitige Umsetzung der Bachelor/Master Studiengänge zeichnet sich durch überfüllte Veranstaltungen, nicht einzuhaltende Anwesenheitspflichten, kritische Modul Zusammenstellungen in Form von inhaltlichen Überschneidungen oder praxisfremden Inhalten, zeitliche Überschneidung von (Pflicht-)Veranstaltungen, stark strukturierte Verlaufspläne, die weder Abweichungen noch Auslandssemester zulassen, daraus folgen nicht einzuhaltende Regelstudienzeiten.

Das BA/MA System wurde konzipiert, ohne die individuellen Lebensumstände der Studierenden zu berücksichtigen. Um jegliche Gegenkommentare vor weg zunehmen, ist es selbst verständlich richtig, dass es schwer zu realisieren ist, jede oder jeden individuell zufrieden zustellen. Fakt ist aber, dass der Großteil der Studierenden unabhängig vom BAföG, zusätzlich Beschäftigungen nach gehen muss um sich den Lebensunterhalt zu finanzieren. Von der derzeitigen Situation stark betroffen, sind besonders Studierende mit Kind(ern).

In Folge dessen, ist es unabdingbar, Studiengänge von Grund auf neu zu gestalten. Mit Hilfe studentischer Vertreterinnen und Vertretern der einzelnen Fachbereiche müssen Studiengänge analysiert werden und in den kritischen Punkte verbessert werden. Unabhängig dieser Analyse fordern wir generell die Einführung von Teiltzeitstudiengänge speziell für Studierende mit Kind(ern).


[Bearbeiten] Der Bachelorabschluss muss berufsqualifizierend sein

Es ist nach wie vor so, dass viele Unternehmen die Einstellung von Bachelorabsolventen ablehnen. Dies ist angesichts des mangelhaften Zustandes vieler Bachelorstudiengänge nur verständlich! Wir fordern daher: inhaltlich hochwertiges Wissen anstelle einer Unzahl an Einführungsveranstaltungen, berufs- und studienqualifizierende Kompetenzen statt Auswendiglernen, Professorenstellen müssen ausgeweitet werden und die Organisation des Studiums muss verbessert werden.

Der Masterstudiengang darf keine Notwendigkeit für den Zugang in die Berufswelt sein. Er soll der Vorbereitung auf die Forschung dienen, bzw. für eine Auswahl an Professionen qualifizieren. Derzeit stellt das Masterstudium eine notwendige Verlängerung des Bachelorstudiums dar, ohne die kein Einstieg in den Beruf denkbar ist. Zum jetzigen Zeitpunkt ist von daher eine Masterplatzgarantie erforderlich. Wir fordern jedoch ein berufsqualifizierendes Bachelorstudium, welches die Masterstudiengänge automatisch entlastet.


[Bearbeiten] Organisation des Studiums verbessern

Viele (Pflicht-)Veranstaltungen überschneiden sich und können so nicht im Zeitrahmen von 6 Semestern belegt werden. Auch das knappe Seminarangebot für die große Anzahl der Studierenden macht das Einhalten der Regelstudienzeit unmöglich. Es ist von daher unbedingt notwendig, das Studienangebot an die Menge der Studierenden anzupassen und dadurch allen Studierenden Seminarplätze zu garantieren. Es darf keine Verlosungspraxis von Seminarplätzen geben! Allen Studierenden muss eine Mindestanzahl an Seminarplätzen zugesichert werden, die den Studienempfehlungen der einzelnen Fachbereiche entsprechen. Die Veranstaltungen eines Studiengangs müssen schließlich so gelegt sein, dass sie parallel belegbar sind, bzw. in der Regelstudienzeit belegt werden können.

[Bearbeiten] Mehr Professorenstellen!

Die Forderung nach besserer Studierbarkeit führt zu der Forderung, dass mehr Professoren an unserer Universität notwendig sind! Nur die Ausweitung der Professorenstellen sichert eine qualitativ hochwertige Bildung an der Bergischen Universität.

[Bearbeiten] Stressabbau

Gerade in frühen Semestern, in denen Studierende oft noch orientierungslos ihre Möglichkeiten erproben wollen und müssen, ist eine Fülle an Klausuren am Ende eines Semesters, wenn sie nicht bestanden werden, eine frustrierende Angelegenheit, die eher zum Abbruch eines Studiums führt, als dass versucht wird, evtl. Interesse an einem bestimmten Fach zu wecken oder sogar evtl. besondere Talente zu entdecken. Der herrschende Mangel an Transparenz bzgl. der relvanten Prüfungsinhalte kommt erschwerend dazu. Die zusätzlich zu leistenden eingeschränkt wiederholbaren Prüfungen bewirken ledglich, dass der Druck auf die Studierenden erhöt wird. Sie sollten nicht dazu dienen, die Studierendenzahlen zu reduzieren, die über die Lehrkapazitäten der Universität hinaus zugelassen wurden. Studieren unter Druck verursacht unnötigen Stress und führt zu einer Kultur der Unbildung. Für sorgfältiges Lernen bleibt keine Zeit. Eingeschränkt wiederholbare Prüfungen treffen zudem besonders finanziell schwache Studenten, die sich ihr Studium selbst finanzieren müssen. Von daher müssen eingeschränkt wiederholbare Prüfungen abgeschafft werden. Das Gleiche gilt für die in vielen Veranstaltungen herrschende Anwesenheitspflicht.

[Bearbeiten] Prüfungsstress abbauen

Gerade in frühen Semestern, in denen Studierende oft noch orientierungslos ihre Möglichkeiten erproben wollen und müssen, ist eine Fülle an Klausuren am Ende eines Semesters, wenn sie nicht bestanden werden, eine frustrierende Angelegenheit, die eher zum Abbruch eines Studiums führt, als dass versucht wird, evtl. Interesse an einem bestimmten Fach zu wecken oder sogar besondere Talente zu entdecken. Der herrschende Mangel an Transparenz bzgl. der relevanten Prüfungsinhalte kommt erschwerend dazu.

Die zusätzlich zu leistenden, eingeschränkt wiederholbaren Prüfungen bewirken lediglich, dass der Druck auf die Studierenden erhöht wird. Sie sollten nicht dazu dienen, die Studierendenzahlen zu reduzieren, die über die Lehrkapazitäten der Universität hinaus zugelassen wurden. Studieren unter Druck verursacht unnötigen Stress und führt zu einer Kultur der Unbildung. Für sorgfältiges Lernen bleibt keine Zeit. Eingeschränkt wiederholbare Prüfungen treffen zudem besonders finanziell schwache Studenten, die sich ihr Studium selbst finanzieren müssen. Von daher müssen eingeschränkt wiederholbare Prüfungen abgeschafft werden.

Das Gleiche gilt für die in vielen Veranstaltungen herrschende Anwesenheitspflicht.

[Bearbeiten] Prüfungsphasen müssen zeitlich entzerrt werden um die Studierenden zu entlassten

In jedem Fall muss ermöglicht werden, dass sich alle Studierenden, die sich für eine Prüfung angemeldet haben, von dieser auch kurzfristig wieder zurück treten können, ohne negative Konsequenzen wie gezählte Fehlversuche o.ä. fürchten zu müssen. Ebenso muss eine kurzfristige Anmeldung erfolgen können, welche in vielen Studiengängen an der BUW durch einen ein- bis zweiwöchigen Anmeldezeitraum pro Semester, in dem viele Prüfungen noch gar nicht geplant sind, verhindert wird.

Prüfungen müssen in allen Fachbereichen zeitlich nah wiederholbar sein, damit die Studierenden nicht erneut die Veranstaltung besuchen müssen. Eine Prüfung nur einmal im Jahr schreiben zu lassen, ist für die Beendigung des Studiums in vorgeschriebener Regelstudienzeit nicht förderlich.

Um Studienanfängerinnen und Anfänger den Einstieg zu erleichtern, müssen Einschränkungen der Wiederholbarkeiten in den ersten Semestern abgeschafft werden. Einschränkungen dieser Art haben Selektion zur Folge, was im Widerspruch zum Recht für frei wählbare Bildung steht.

[Bearbeiten] Durchlässigkeit erhöhen!

Es ist für ein erfolgreiches Studium unbedingt notwendig, dass vor dem Studium erbrachte Leistungen (unbürokratischer) anerkannt werden! Vielen Prüfungsvorsitzenden ist nicht klar, dass es sich um Bildung und nicht um Punkte zusammen rechnen handelt. Es darf nicht aus den Augen verloren werden, dass auch an anderen Universitäten Leistung erbracht wird – auch wenn diese sich anders nennt, mit anderen Leistungspunkten bewertet wird oder andere Semesterwochenstunden erfordert. Das Gleiche gilt für den Übergang vom Bachelor- in das Masterstudium: Ein Fachwechsel muss möglich sein! Dazu wurde die Bologna Reform unter anderem ins Leben gerufen.

[Bearbeiten] Aufhebung sämtlicher Fristen für das Lehramt

Die Lehramtsstudiengänge nach der LPO 2003 mit dem Abschluss „Erste Staatsprüfung“ sind aufgrund der Umsetzung von Bologna an der BUW seit dem Wintersemester 2007/2008 für alle Schulformen auslaufend, man kann sich also seitdem nicht mehr für diesen Studiengang immatrikulieren. Allerdings wird den Studierenden, die sich spätestens im WS 2006/2007 oder gar erst im SS 2007 für den Studiengang LPO 2003 eingeschrieben haben, nicht ermöglicht, diesen auch nach ihrem eigenem Recht und Ermessen zu studieren und abzuschließen: Nach der Amtlichen Mitteilung für die Einstellung der Studiengänge mit dem Abschluss Erste Staatsprüfung für das Lehramt GHRGe und Gym/Ges/ und BK vom 23. Januar.2007 sind sogenannte „Übergangsfristen“ eingeführt worden, in welchen es zunächst heißt: Für das Lehramt an Grund-, Haupt-, und Realschulen und den entsprechenden Jahrgangsstufen an Gesamtschulen mit einer Regelstudienzeit von 7 Semestern „wird das auslaufende Studienangebot des Grundstudiums bis zum Ende des Wintersemesters 2008/2009 gewährleistet. Anmeldungen zu Prüfungen zum Erwerb der Leistungspunkte der Zwischenprüfung oder Wiederholungsprüfungen der Zwischenprüfung können letztmalig zum 31.03.2009 vorgenommen werden. Das auslaufende Studienangebot für das Hauptstudium wird bis zum Ende des Wintersemesters 2012/13 gewährleistet.“ Für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen sowie für das Lehramt an Berufskollegs mit einer Regelstudienzeit von 9 Semestern gilt diese Regelung demnach 2 Semester später, also bis zum Ende des Wintersemesters 2010/2011 (30.03.2011). „Das auslaufende Studienangebot für das Hauptstudium wird bis zum Ende des Wintersemesters 2014/15 gewährleistet.“ Diese Übergangsfristen sind einer weiteren Amtlichen Mitteilung vom 06.05.2008 um jeweils zwei Semester verlängert worden, so dass die neuen Fristen für die Zwischenprüfung für das Lehramt an GHR/Ge nun der 31.03.2010 und für das Lehramt Gym/Ges und BK der 31.03.2011 sind. Wie man unschwer erkennen kann besitzt die Forderung nach einer Aufhebung dieser Fristen höchste Dringlichkeit, um den Abschluss der Ersten Staatsprüfung nicht zu gefährden. Denn nicht alle erforderlichen Veranstaltungen für den Abschluss des Grundstudiums werden semesterweise angeboten und sind zudem z.T. mehr als doppelt überbelastet, besonders in den Fächern Erziehungswissenschaften und im Didaktischen Grundlagenstudium, welches für das Lehramt an Grund-, Haupt-, und Realschulen zusätzlich erforderlich ist. Auch wenn die Fristen also im Vergleich zur vorgegeben Regelstudiendauer augenscheinlich üppig ausgestaltet sind, so sind sie dennoch fernab der Realität, die wir täglich an unserer Universität erleben. Unsere Studienverhältnisse, vor allem im erziehungswissenschaftlichen Studium (kurz EWS) und z.T. im Didaktischen Grundlagenstudium, erlauben ein Studieren nach Regelstudienzeit nicht.

Das heißt jedoch nicht, dass wir als betroffene Studentinnen und Studenten kaum Fortschritte in unserem Studium erzielen würden. Von der Anzahl der vorliegenden „Scheine“ her sind wir schon bereits weit fortgeschritten in unserem Studium und somit durchaus noch im Rahmen unserer Regelstudienzeit. Es fehlen i.d.R. nur wenige Scheine aus dem Grundstudium, jedoch liegen dafür bereits Scheine aus dem Hauptstudium vor. Viele studieren schlicht die Kurse, in denen man einen Platz bekommen hat, um den Verlauf des Studiums nicht zu verlängern. Eine Differenzierung zwischen Grund- und Hauptstudium findet i.d.R. nicht statt.

Es stellt sich die Frage, ob ein fast abgeschlossenes Studium durch wenige fehlende Scheine im Grundstudium gefährdet werden darf?

Wir haben ein Recht darauf, den Studiengang, welchen wir auch aufgrund der Qualität und der Vorteile des 1. und 2. Staatsexamens im Gegensatz zum damaligen Kombi-BA (PO 2005/2007) für uns als Lehramtsstudiengang gewählt haben, vernünftig abschließen zu können. Durch die in der Amtlichen Mitteilung verfassten Fristen wird uns allerdings der Eindruck vermittelt, dass wir aufgrund der Umstellung der Studiengänge auf BA/MA von der Hochschule nicht mehr länger als nötig erwünscht sind, obwohl wir mit der BUW bei unserer Immatrikulation einen Vertrag eingegangen sind, der uns gewährleistet, dass der von uns gewählte Studiengang auch an derselben Hochschule abgeschlossen werden kann.

Wir fordern deshalb eine Aufhebung sämtlicher Fristen für das Lehramt und eine Garantie von der Hochschulleitung, dass uns die „Qualität“ des Studienganges bis zum Abschluss unseres Studiums nach der LPO 2003 erhalten bleibt und nicht zu Gunsten der neuen Bachelor-/Master-Studiengänge vernachlässigt wird.

[Bearbeiten] Ausweitung der Orientierungs- und Beratungsangebote für alle Studierenden!

Viele Studierende sind nicht ausreichend über den Verlauf ihres Studiums informiert! Es gibt unnötige Verunsicherung und Falschinformationen. Die Angebote der Einführungswoche müssen daher bedarfsdeckend ausgebaut werden. Es ist unbedingt notwendig, über den Studienverlauf gut zu informieren. Nur dadurch wird die Orientierung im Hochschulbetrieb ermöglicht. Es sollte Handouts mit den wichtigsten Punkten für jeden Fachbereich geben. Während des Studiums brauchen alle Studierende Anlaufstellen für Fragen. Es muss eine Stelle pro Fachbereich geben, die sich mit Modulzuordnungen, Anmeldung der Abschlussprüfung, Bachelor-/Masterarbeit Anforderungen auskennt. Es darf sich bei dieser beratenden Stelle nicht um eine durch Professoren besetzte Stelle handeln! Sie sind häufig nicht ausreichend informiert, da sie mit Lehre und Forschung genug zu tun haben


[Bearbeiten] Mehr Demokratie in Wuppertal

Eine Universität, die in ihrem Leitbild schreibt, sie sei der „Suche nach Wahrheit im Bewusstsein gesellschaftlicher Verantwortung verpflichtet“ soll dies auch einhalten. Deshalb fordern wir für die Demokratisierung unserer Universität folgendes:

[Bearbeiten] Schluss mit der Führeruniversität!

Wir fordern die Beseitigung des Demokratiedefizits an der BUW. Es kann nicht sein, dass Studenten keine Vetoposition bei für sie relevanten Entscheidungen haben. Es kann nicht sein, dass ein Barmenia geführter Hochschulrat ohne die Einbeziehung von Studenten Entscheidungen über die Lehre trifft. Wir fordern deshalb einen Sitz im Hochschulrat, Vetopositionen in Form von direktdemokratischen Abstimmungen bei wichtigen Fragen und eine angemessenere Vertretung im Senat sowie Fachbereichsrat.


[Bearbeiten] Recht auf einen ständigen Versammlungsraum!

Wir, die Wuppertaler Studierendenschaft, benötigen dringend einen Raum, in dem politische Versammlungen etc. unabhängig von Öffnungszeiten der Hochschule stattfinden können. Der Raum auf der AStA-Ebene reicht nicht aus.


[Bearbeiten] Veranstaltungsfreier Nachmittag für Gremienarbeit und freie Entfaltung!

Wir brauchen einen Nachmittag, an dem keine Veranstaltungen stattfinden. Es würden sich mehr Studenten für die Gremienarbeit in den Fachschaften und dem Studierendenparlament beteiligen, wenn dafür Zeit vorgesehen wäre. Damit Studierende besser Plena und Treffen vorbereiten können, muss auch von der Universitätsleitung Zeit eingeräumt werden.

[Bearbeiten] Mitspracherecht bei Akkreditierung

Die Akkreditierung eines neues Studienganges kostet in der Regel 10.000 bis 15.000 Euro. Dabei ist der Vorgang teuer, bürokratisch, langsam, ineffizient, rechtlich zweifelhaft und autonomiefeindlich. Deshalb fordern wir ein Mitspracherecht bei der Entstehung neuer Studiengänge, damit unsere Gelder nicht verschwendet werden.


[Bearbeiten] Infrastruktur der Universität Studierenden freundlicher gestalten

[Bearbeiten] Mehr Kindergartenplätze!

Die mehrseitigen Wartelisten des Universitätskindergartens zeigen es überdeutlich! Das Betreuungsangebot für Kinder muss erweitert werden. Es muss ein Betreuungsanspruch für alle Kinder von Hochschulangehörigen garantiert werden. Die Betreuungszeiten müssen an die Bedürfnisse der Hochschulangehörigen angepasst werden. Dem Hochschulkindergarten soll nicht nur eine symbolische Funktion zugeschrieben werden!


[Bearbeiten] Mehr für den Universitätsbetrieb geeignete Räume!

Es darf nicht mehr sein, dass sich Studierende, die eine Lehrveranstaltung besuchen wollen, bis auf den Gang stapeln. Auch Lehrveranstaltungen in einem Kinosaal ohne Schreibmöglichkeiten abzuhalten lehnen wir ab. Den Umbau des Gebäudes K betrachten wir als einen guten ersten Schritt auf dem Weg zur Entspannung der Raumsituation, jedoch müssen langfristig - gerade in Hinblick auf den doppelten Abiturjahrgang 2013 - wesentlich mehr Hörsäle und in erster Linie Seminarräume geschaffen werden. Kurzfristig müssen auch schon für das kommende Semester zusätzliche Raumangebote geschaffen werden, was z.B. durch das Aufstellen von Containern, die aber keine Dauerlösung darstellen können.


[Bearbeiten] Ausbau allgemeinnützlicher Räumlickeiten

Es ist bedauerlich, dass es an der BUW keine Möglichkeit gibt, sich in größeren Gruppen zu treffen und beispielsweise zusammen einen Kaffee zu trinken, die Kapazitäten des Kiosk und der Cafeteria sind nicht ausreichen um größere Gruppen effektiv zu bedienen und zu versorgen, daher fordern wir den Bau einer solchen Begegnungsstätte.

Außerdem sind die Arbeitsmöglichkeiten im Freien nicht ausreichend und es wäre wünschenswert in den Außenbereichen mehr Arbeitsmöglichkeiten (Bänke, Tische) zu schaffen.

Desweiteren ist der Zustand einiger Sanitäranlagen sehr besorgniserregend und wir sehen hier dringenden Handlungsbedarf.


[Bearbeiten] Eine bessere technische Ausstattung aller Seminarräume und Hörsäle!

Es muss immer eine Tafel, ein funktionierender Tageslichtprojektor mit geeigneter Projektionsfläche, mehrere sinnvoll angebrachte - nicht lebensgefährliche - Steckdosen, verbesserter W-Lan Empfang in Hörsälen, eine angemessene Anzahl nicht einsturzgefährdeter Tische und Stühle, ein der Würde der Veranstaltung angemessener Tisch für die Lehrperson und ein Rednerpult vorhanden sein.

Des Weiteren muss der fachspezifische Bedarf an Arbeitsmaterialien gedeckt werden. Unter Arbeitsmaterialien verstehen wir nicht nur eine ausreichende Menge an Kopien oder Kreide, sondern auch Anschauungsmaterial, Laborausstattung und Werkmaterialien.


[Bearbeiten] Ein allgemeingültiges Kursanmeldesystem!

Die bis dato vorhandenen Anmeldesysteme sind für jeden Menschen ein einziger Albtraum. Niemand kann behaupten, dass das derzeitige moodle-WUSEL-Chaos der Professionalität einer Universität entspricht. Darüber hinaus müssen Kurse, für die sich viel mehr Studierende angemeldet haben, als Plätze vorhanden sind, mehrmals angeboten werden. Wünschenswert und nötig ist ein einheitlicher Anmeldezeitraum für alle anmeldepflichtigen Veranstaltungen. Kurse, die keine Anmeldepflicht voraussetzen, müssen auch weiterhin ohne Anmeldung belegbar sein. Langfristig ist ein völliger Verzicht auf Anmeldungen anzustreben, da bei einer ausreichenden Anzahl an Kursen mit einer natürlichen Verteilung der Studierenden zu rechnen ist. Wenn WUSEL weiterhin verwendet werden soll, muss es überarbeitet werden, die momentane Handhabung ist unzumutbar.

[Bearbeiten] Digitalisierte Scheine

Im Zuge der Überarbeitung der Anmeldesysteme muss auch die bisherige Scheinpolitik an die Gegenwart angepasst werden. Bei allen Neuerungen ist unbedingt der Datenschutz der Studierenden zu beachten, der bspw. bei der Plattform moodle nicht in einem zufrieden stellenden Maße gegeben ist!

In einigen Fachbereichen war es schon vor der Einführung einer WUSEL-Plattform möglich Scheine nicht mühsam aus zehn oder mehr Sekretariaten mit den unterschiedlichsten Öffnungszeiten und mehr oder weniger studierendenfreundlicher Handhabung zusammenzutragen. Im Zuge einer Überarbeitung der Anmeldesysteme muss demnachauch die bisherige Scheinpolitik an die Gegenwart angepasst werden. Trotz des Tan-Verfahrens für Klausuranmeldungen unter WUSEL sind Sudenten vieler Fachbereiche immer noch über Wochen hinweg damit beschäftigt, Scheine in den Sekretariaten und bei Dozenten einzusammeln um sie am Ende einem Zentralen Prüfungsamt zuzuführen. Die Teilnahme- und Leistungsnachweise müssen online bereitgestellt werden, um diesen unnötigen Arbeitsaufwand auf Studierenden- und Sekretariatsseite zu vermeiden.


[Bearbeiten] Massive Erweiterung des Angebots der Bibliothek!

Es muss mehr und aktuelle Bücher und wissenschaftliche Zeitschriften geben. Begehrte Bücher müssen mehrfach angeschafft und die elektronische Datenbank erweitert werden. Es muss mehr Fachpersonal geben, welches auch für Beratungen zur Verfügung steht. Die Möglichkeit Anschaffungsvorschläge zu machen muss besser beworben, genutzt und zeitnah bearbeitet werden.


[Bearbeiten] Verbesserung der Situation körperlich beeinträchtigter Studierender!

Wir rühmen unsere Gesellschaft als eine tolerante, integrative Gemeinschaft, die Andersartigkeit als Bereicherung und Chance der Horizonterweiterung sieht. Allerdings werden diese positiv zu bewertende Eigenschaften im täglichen Universitätsbetrieb nicht groß geschrieben. Für körperlich behinderte Studierende und Hochschulangehörige ist die Bewegungsfreiheit massiv eingeschränkt. Es gibt zu wenig behindertengerechte Toiletten und nicht alle Hörsäle sind für Rollstuhlfahrer zu erreichen, oder nur unter erheblichem Mehraufwand an Wegstrecken und Zeit zu erreichen. Die noch zu wenig vorhandene automatisierte Öffnung von Türen und Eingängen muss dringend einer Nachrüstung unterzogen werden. Auch Allergiker finden wenig Gehör an der BUW. Mensa und Cafeteria bieten kein Allergiker-freundliches Angebot an dies betrifft vor allem gluten- und laktosefreie Lebensmittel in den o.g. Einrichtungen.


[Bearbeiten] Verbesserung der Transportsituation!

Die Beförderungsmöglichkeiten, die ja zumindest was die Beförderung vom Kino weg angeht, von unseren Studiengebühren finanziert werden, sind bei weitem nicht ausreichend und zeitlich schlecht getaktet, sodass es nicht möglich ist vom Kino aus Veranstaltungen am Freudenberg und in der Uni-Halle pünktlich zu erreichen. Wir fordern die Erweiterung der Transportmöglichkeiten.


[Bearbeiten] Verbesserung der „Serviceleistungen“ (Semesterticket, Studentenausweis)

Wir fordern einen zeitgemäßen Studentenausweis der sowohl als Semesterticket Gültigkeit besitzt, als auch als Zahlungsmittel, beispielsweise in der Mensa.


[Bearbeiten] Abschaffung der Studiengebühren!

Studiengebühren sind aus gesellschafts-, sozial- und bildungspolitischen Gründen abzulehnen. Sie lösen kein einziges Problem, sondern verschärfen die Krise des Bildungssystems. Das Rektorat muss anerkennen, dass Studiengebühren kein Naturgesetz sind, sondern politisch gewollt. Sie wurden hier an dieser Universität beschlossen und können an dieser Universität wieder abgeschafft werden.

Darum fordern wir an dieser Stelle überdies nochmals vom Rektor die energische Einforderung eines landesweit gesetzlich verankerten Studiengebührenverbots. Studiengebühren in jeglicher Form müssen schnellstmöglich abgeschafft werden.


[Bearbeiten] Career Center und ZSB

Wir fordern den Ausbau der Leistungen des Career Service und der ZSB um den Studenten ein breiteres Unterstützungsangebot zu bieten, hierfür benötigen die genannten Dienste dringend mehr Personal.

[Bearbeiten] Weiterer Ausbau des Uniservice Qualität in Studium und Lehre (QSL)

Es wäre förderlich die Befugnisse des QSL auszuweiten um unnötige bürokratische Wege zu umgehen und die Weiterentwicklung des vorhandenen Qualitätssicherungssystems zu gewährleisten. Das Ziel muss sein, eine regelmäßige Erarbeitung von Qualitätszielen für Studium und Lehre, die Entwicklung und Umsetzung darauf bezogener Maßnahmen sowie die Überprüfung der Zielerreichung auf der Ebene der einzelnen Fachbereiche zu erreichen. Wir forden einen Ausbau der Leistungen des QSL in Form einer weiteren Aufstockung des Personals um die komplexe Arbeit des QSL zu unterstützen. Zusätzlich fordern wir die Einbindung von Studenten in Form von Studentischen Hilfskräften um im QSL die Nähe zum Studierenden weiter auszubauen und um die studentische Beteiligung bei der Weiterentwicklung qualitätssichernder Maßnahmen zu gewährleisten. Außerdem sollte die derzeitige Form des Mentorenprogramms verbessert werden und sich über die gesammte Studienzeit erstrecken.


[Bearbeiten] Forderungen der Fachbereiche (in Bearbeitung)

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